1960 erblickte ich im damals noch sehr grauen „Kohlenpott“ das Licht der Welt. Meine Mutter und mein Vater waren dort Gastronomen mit Herz und Seele. Als ich zehn Jahre alt war, siedelten wir aus dem Ruhrgebiet um in den Bayerischen Wald, wo meine Eltern ein großes Feriendorf betrieben. Immer herrschte bei uns Betriebsamkeit und gleichzeitig eine herzliche Gastfreundschaft. Ich liebte die sanften Hügel und die tiefen Wälder und streifte begeistert durch die Natur.

Neben der Schule entdeckte ich die Pferde für mich. Die meiste Zeit verbrachte ich mit meinem wundervollen Bacchus auf dem Dressurviereck, schmusend im Stall oder im Wald auf immer neuen Pfaden.

Nach dem Abitur und einer Zeit des Ausprobierens fand ich meinen beruflichen Weg beim Tourismus/BWL-Studium in München – damals ein ganz neuer Studiengang. Die erste Stelle fand ich im Fremdenverkehrsamt in Salzgitter-Bad.

Der Liebe wegen kam ich nach Buxtehude. Was zunächst als Übergangslösung gedacht war, dauerte zehn Jahre: gemeinsam mit meinem Mann betrieb ich eines der ersten Versicherungsmakler-Büros in der Region und  beschäftigte mich hauptsächlich mit Privater Krankenversicherung, Betrieblicher Altersvorsorge und der Beratung von Unternehmer/innen in Finanzfragen. 

Nach der Scheidung gab es wieder einen beruflichen Wechsel: Als Außendienstlerin  reiste ich quer durch Norddeutschland und beriet Fremdenverkehrsorganisationen zum Thema Marketing und Online-Reservierungssysteme.

Anfang der neunziger Jahre passierten zwei wichtige Dinge: die Geburt meiner Tochter und die erste Begegnung mit der Göttin. Nach einem VHS-Kurs über Hexen las ich „Die Nebel von Avalon“ und Starhawks „The Spiral Dance“ und wusste, ich war angekommen. Seitdem fühle ich mich geborgen in der Schöpfung, lernte, dass eine Gruppe von Frauen keine Zickenherde sondern eine Schwesternschaft ist (oder zumindest sein kann), lerne mich selbst immer mehr kennen und lieben und bewege mich mit Lust und Lebensfreude durch mein buntes und selten einfaches Leben – hin zur „Weisen Alten“, die ich einmal werde.

In den letzten fünfzehn Jahren arbeitet ich bei Bildungsträgern und im Öffentlichen Dienst, organisiert und koordinierte berufliche Weiterbildungen für Erwachsene, setzte ein EU-Förderprogramm für Selbständige um und bildete mich im Bereich Beratung und Coaching weiter.